Hypnosystemische Kommunikation in der Psychoonkologie

Aufgrund ihrer unmittelbaren und hohen Wirksamkeit sind hypnotische Techniken in besonderer Weise geeignet, um bei der Linderung von psychischen und körperlichen Symptomen zu unterstützen. Durch eine Integration von ressourcenorientierten Ansätzen ergibt sich eine besondere effektive Möglichkeit, auch in stark belasteten Lebenssituationen in Entwicklungsprozessen Unterstützung zu bieten. Im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung ist das sowohl für Betroffene als auch für Angehörige von besonderer Bedeutung.

Menschen, die gerade über ihre „Krebs“-Diagnose aufgeklärt wurden, die operiert werden, die eine belastende Chemotherapoe oder Strahlenbehandlung mitmachen, als auch Betroffene nach erfolgreich abgeschlossener medizinischer Behandlung sind zwar an und für sich alle sogenannte Krebspatienten, aber in keinster Weise eine homogene Gruppe. So braucht jeder einzelne von durch die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Indikationen auf sich zugeschnittene psychoonkologische Unterstützung.

„Hypnose“ bzw. Trancephänomene werden seit Jahrtausenden in heilender Absicht verwendet. Unser momentaner Zugang zu Hypnose ist in seiner Form wirksam. Betrachtet man objektiv angemessene und subjektiv zufriedenstellende Gesamttherapiekonzepte bei Krebserkrankungen, so kann die Hypnose einen hohen Stellenwert haben. Das Angebot der Hypnose als Anleitung zu Entspannung und Imaginationen, also zum Eintauchen in seine Innenwelt, spielt in psychoonkologischen Therapieansätzen eine wichtige Rolle.

Während der gemeinsamen hypnotherapeutischen Zusammenarbeit und Suche nach Ressourcen desjenigen (also individuelle Fähigkeiten und Möglichkeiten), können erstaunliche Veränderungen erlebt werden. Hierbei ist besonders zu erwähnen die Schmerzempfindungen, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie und auch der Umgang mit den eigenen Ängsten und Erschöpfung.

Als Ziele für die gemeinsamte psychoonkologische Unterstützung können folgende Aspekte benannt werden:

  • entlastende Kriseninterventionen
  • Optimierung der Symptomkontrolle
  • Überwindung von Ängsten (besonders vor Sterben und Tod)
  • Unterstützung bei der Trauer um Verluste und Zukunftsoptionen
  • Klärung von Kommunikationsproblemen
  • Förderung unterstützender und Neutralisierung belastender Beziehungen
  • Unterstützung zur Neuorientierung bzw. Reorganisation von Prioritäten im Leben